Offen für neue Perspektiven

Ein Containerschiff auf dem Meer, flankiert von einer Stadtszene mit Hochhäusern und einer Person am Laptop mit eingeblendeten Versicherungssymbolen.
Zusammengesetzte Szene aus Elektrizitätsinfrastruktur, Ingenieurteam und Hochspannungsleitungen mit Arbeitern in Schutzhelmen und Warnwesten.
Zentrale Krankenschwester mit Tablet, umgeben von einer Collage aus Funkmast, Waldstraße, Drohne und technischer Datenanzeige.
Mehrere Unternehmens- und Institutslogos auf schwarzem Hintergrund, darunter Van Ameyde, Enoplan, IB Nordhorn, Cesitec, Enometrik, CritisLAB, TÜV NORD

Geschätzte Leserinnen und Leser,

in der RWTÜV Gruppe passieren viele spannende Dinge: einzelne Mitarbeitende unserer Tochterunternehmen ergreifen eine interessante Initiative, unsere Zentrale gibt übergreifende Impulse oder stellt Fokusthemen vor, eine Abteilung entwickelt eine neue Produktidee und der Messekalender bietet eine Plattform für gemeinsames Agieren … Der monatliche RWTÜV Newsletter soll Sie und euch regelmäßig über all dies auf dem Laufenden halten. Parallel zur Kommunikation auf dem RWTÜV CAMPUS und dem Business-Netzwerk Linkedin, damit wir move AS ONE immer weiter gemeinsam vorantreiben können. 

In gleich mehreren Einreichungen zum aktuellen Innovationswettbewerb „Identify AS ONE. Stronger together!“ lesen wir großes Interesse und viel Potential für gruppenübergreifende Synergien. Habt ihr schon in den Einreichungen gestöbert oder gar selber eine verfasst? Wir können nur ermutigen: Es lohnt sich!

Wie auch der Besuch bei der critisLAB Unternehmensschut-Tagung ebenso wie auf der all about automation Messe in Zürich ausgesprochen lohnend waren, wie wir in den folgenden Beiträgen berichten können. Ebenso empfehlenswert: Der monatliche KI Call der RWTÜV Gruppe, in dem es um Einsatzbereiche und Möglichkeiten für künstliche Intelligenz in unserer Gruppe geht.

An dieser Stelle möchten wir Sie und euch außerdem davon unterrichten, dass die apro.gmbh die RWTÜV Gruppe zu Ende August im Zuge eines Management-Buy-Outs verlassen hat. Tobias Apel möchte sein Unternehmen nach erfolgreicher Reorganisation in Zukunft stärker als agiler Partner in der Beratung für die IT-Sicherheitsinfrastruktur der öffentlichen Hand aufstellen. Wir bedanken uns für die langjährige Zusammenarbeit und wünschen den Kolleginnen und Kollegen viel Glück und Erfolg in der Zukunft!

Ihnen eine angenehme Lektüre
mit herzlichen Grüßen

Ihre Thomas Biedermann und Dr. Fabian Fechner

Enabler

Am 26. und 27. August 2026 standen in der Messe Zürich Automation, Robotik, Digitalisierung und industrielle Instandhaltung im Mittelpunkt. Die all about automation ist wichtigster Treffpunkt für industrielle Automation in der Schweiz. Selbstverständlich vertreten: RWTÜV Tochter cetecom advanced, um mit Anwendern und Entscheidern, Herstellern, Integratoren, Softwareanbietern und Dienstleistern gemeinsam neue Lösungen für flexible Automation und smarte Produktion zu diskutieren.

230 Aussteller präsentierten Systeme, Komponenten, Software und Engineering für industrielle Automation und industrielle Kommunikation. 4.232 Fachbesucherinnen und Fachbesucher erlebten Lösungspartner, die Automatisierung flexibler machen, Fertigungsprozesse vereinfachen, Digitalisierungsschritte ermöglichen und Kosten optimieren.

Andreas Ehre bewertet den Messeauftritt: „Wir sind einer der führenden Anbieter für die Prüfung und internationale Zertifizierung von Produkten – auch für komplexe Lösungen bei der Industrieautomation. Schon früher Input unserer Experten kann bei der Entwicklung entscheidend sein, denn wir begleiten mit unseren Dienstleistungen den Entstehungsprozess bis zur Zulassung und Markteinführung. Auf einer dynamisch wachsenden Messe wie der all about automation in Zürich können wir unser Angebot bei Kunden und Interessenten optimal platzieren.“

Vorreiter

Am 3. September fand in Berlin die 7. Unternehmensschutz-Tagung von critisLAB statt. Dr. Jörg Treffke, Staatssekretär im Innenministerium Brandenburg, eröffnete die Tagung mit einer Keynote und der Erklärung, Brandenburg zum Vorreiter in Sachen Gesetzgebung zu Videodetektion und Drohnenbekämpfung im Bereich KRITIS zu machen. 

Wie notwendig und aktuell Tagung und Inhalte waren bzw. sind, kann kaum überschätzt werden. Mehrere Sicherheitsvorfälle in der Region und im ganzen Bundesgebiet beschäftigen zurzeit Behörden und Medien. „In einer Welt mit einer Vielzahl von hybriden Bedrohungen in der physischen wie in der digitalen Sphäre müssen wir uns vernetzen, unser Wissen austauschen und unsere Kräfte bündeln. Jeder Stakeholder sollte von Best-Practice-Maßnahmen profitieren können“, ordnet Dr. Bernd Benser, Geschäftsführer und Gründer der critisLAB, die Bedeutung des Events ein.

Über 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Unternehmen der kritischen Infrastruktur KRITIS informierten sich bei den Vorträgen der Bundeswehr und des Innenministeriums des Landes Brandenburg sowie Unternehmen der KRITIS und der critisLAB-Experten und nutzten die Konferenz, um sich mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern über Unternehmensschutz, Sicherheitsmaßnahmen und Gefahrenabwehr auszutauschen.

„Die Anschläge auf die kritische Infrastruktur der Energiewirtschaft in den letzten Wochen werfen wieder einmal ein Schlaglicht auf die Bedeutung von Unternehmensschutz für unsere Gesellschaft. Dr. Bernd Benser hat mit diesem Forum eine Plattform geschaffen, die für die Sicherheit von KRITIS Einrichtungen in unserem Land enorme Bedeutung hat“, sagt RWTÜV Geschäftsführer Dr. Fabian Fechner, der ebenfalls an der Konferenz teilnahm.

Beschleuniger

Projekte, die mit KI entwickelt oder durch KI unterstützt werden, nehmen im RWTÜV Konzern Fahrt auf. Im Alltag lässt sich die RWTÜV Holding inzwischen vom M365 Copilot unterstützen, der gemeinsam mit TÜV NORD ausgerollt wurde. Vor allem aber hat Marcel Hellingrath, KI-Verantwortlicher in der RWTÜV Konzernzentrale, einen konzernweiten KI-Projektplan etabliert: „Künstliche Intelligenz ist ein wichtiger Baustein für die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit der RWTÜV Gruppe und wir entwickeln zunehmend Methoden und Hebel, um gemeinsam erfolgreich Einsatzbereiche zu identifizieren und schnell alltagstaugliche Ansätze zu erarbeiten.“

Der Projektplan soll dafür sorgen, die Potenziale von KI strukturiert, sicher und wirtschaftlich zu nutzen. In einem monatlichen, seit April etablierten KI-Call mit Geschäftsführern und Verantwortlichen auf Seiten der Töchter der Gruppe werden aktuelle Entwicklungen, Best Practices und neue Anwendungsfälle vorgestellt und diskutiert.

In der Umsetzung befindliche KI-Initiativen gibt es zum Beispiel bei Enoplan: Gemeinsam mit Van Ameyde wurde eine KI-gestützte Lösung zur automatisierten Extraktion und Verarbeitung von Rechnungsdaten aus Energierechnungen entwickelt. Dadurch konnten manuelle Bearbeitungsschritte reduziert sowie die Effizienz und Datenqualität nachhaltig verbessert werden. Bei IB Nordhorn wird geprüft, wie KI die Planung technischer Leitungsführungen automatisieren und optimieren kann. Darüber hinaus arbeiten cetecom advanced und Van Ameyde an einer KI-gestützten Lösung zur automatisierten Analyse von Kundendokumenten und Erstellung von Angebotsentwürfen.

Marcel erläutert: „Die Projekte zeigen, wie KI bereits heute dazu beitragen kann, Prozesse effizienter zu gestalten, Mitarbeitende zu entlasten und neue Potenziale für den Konzern zu erschließen. Durch den regelmäßigen Austausch im Call bringen wir uns gegenseitig auf neue Ideen, können von den Fehlern anderer lernen und kommen schneller voran.“

Gewinner

Das Team „Nachhaltigkeit“ von RWTÜV Tochter Enoplan erreichte beim vergangenen internen Innovationswettbewerb „Smart Innovation for a Safer Tomorrow“ den 2. Platz. Die Idee  „ClimateResilient 360°“ – Beratung für klimaangepasste Infrastruktur und widerstandsfähige Standorte“ enthielt den Vorschlag zur Entwicklung einer neuen Dienstleistung und war von Jury und Community ausgezeichnet worden.

Das verdiente Preisgeld nutzten Janine Gauder, Katrin Speck und Rik Amberger für ein besonderes gemeinsames Erlebnis: ein Ausflug nach Straßburg und ins Europäische Parlament. Die drei gewannen Einblicke in die Arbeit auf europäischer Ebene und besichtigten Orte, an denen in Diskussionen, Verhandlungen und Abstimmungen um Entscheidungen auch zum Thema Nachhaltigkeit gerungen wird.

Anschließend erkundeten die Ausflügler Straßburgs UNESCO-Weltkulturerbe geschützte Altstadt mit ihrer einzigartigen Mischung aus Zeugnissen deutscher und französischer Geschichte.